Weinwissen

Trocken oder……

Die Weingesetze der einzelnen Weinbauländer schreiben bestimmte Geschmacksangaben vor, die man in die folgenden vier großen Geschmacksgruppen einteilen kann:

Trocken, trocken (Diabetiker), halbtrocken und lieblich/süß.

Amabile

Italienische Bezeichnung für lieblich.

Brut

Die französische Bezeichnung für „herb“ ist brut. Es ist ein Ausdruck, der sich auf Sekt oder Champagner mit weniger als 15 g/l Restzucker bezieht. Der Geschmack ist trocken bis sehr trocken. Die Bezeichnungen sind nicht mit den deutschen Geschmacksangaben trocken, halbtrocken, lieblich und süß übersetzbar, da das deutsche Weingesetz den Restzuckergehalt eines deutschen Weines abweichend festlegt.

Brut Zéro

auch brut nature, brut sauvage, brut intégral, ultra brut, oder brut ultra. Variante des Schaumweins mit bis maximal 3 g/l Restzucker.

Classic

Seit dem Jahrgang 2000 steht der Begriff Classic für überdurchschnittliche Qualitätsweine, die harmonisch trocken schmecken und sich zu vielen Speisen kombinieren lassen.

Dahinter steckt die Vorgabe, dass der Restzuckergehalt des Weines höchstens doppelt so hoch sein darf wie der Säuregehalt des Weines. Denn die Säure eines Weines bestimmt gemeinsam mit dem Zuckergehalt das Geschmacksbild eines Weines wesentlich mit. Beide haben eine ideale Relation zueinander, die der Weinerzeuger mit dem „Classic“-Wein sucht. Ein Wein mit etwas höherer Säure schmeckt bei einer etwas höheren Restsüße ähnlich trocken wie ein Wein, bei dem Säure und Restzuckerwerte etwas niedriger liegen. Aus welchem Anbaugebiet ein „Classic“-Wein auch immer kommt, sein Restzuckergehalt beträgt nie mehr als 15 Gramm. Darauf kann sich der Weinfreund verlassen.

Dolce

Italienische Bezeichnung für süß, Weine mit 5-10% Restsüße.

Doux

Doux ist die französische Bezeichnung für süß und wird für Sekt und Schaumwein verwendet mit einem Restzuckergehalt von mehr als 50 g/l. Die Bezeichnung ist gleichbedeutend mit mild, dolce und sweet.

Edelsüß

Edelsüß ist die Bezeichnung für Wein aus edelfaulen, stark eingeschrumpelten oder gefrorenen Trauben mit hohem Fructose-Anteil. Edelsüß ist keine offizielle Geschmacksbezeichnung für deutschen Wein.

Extra Brut

Schaumweine. Alternative Bezeichnung: Brut de Brut, brut nature 0 – 6 g/l Restsüße.

Extra trocken/Extra Dry

Schaumweine mit einem Restzuckergehalt zwischen 12 und 20 g/l.

Eurotrocken

EU-Wein, dessen Restzuckergehalt maximal neun Gramm pro Liter beträgt bzw. sich nach der Formal „Säure plus zwei“ errechnet (d.h. ein Wein mit sechs Gramm Säure darf noch bei acht Gramm Restzucker als trocken gelten).

Feinherb

Feinherb ist die neue, moderne Bezeichnung für halbtrocken.

Fränkisch-trocken

Weine mit nicht mehr als vier Gramm Restzucker pro Liter. In Franken ist dies eine gängige Interpretation der trockenen Geschmacksrichtung.

Halbtrocken

Nach den weinrechtlichen Bestimmungen ist halbtrocken eine Geschmacksangabe für einen Wein, dessen Zuckergehalt nicht mehr als 210 g/L höher liegt als der Gesamtsäuregehalt und maximal 18 g/L nicht übersteigt. Ein halbtrockener Wein mit 9 g/L Säure darf also maximal 16 g/L Zucker enthalten. Süße im Wein läßt einen höheren Säuregehalt damit harmonischer, saftiger und gefälliger wirken.

Halbtrocken, medium dry, semiseco, demi-sec(Schaumwein)

Restzuckergehalt zwischen 35 – 50 g/l.

Lieblich/süß

Liebliche Weine liegen im Restzuckergehalt über dem eines Halbtrockenen, jedoch nicht über 45 g/l. Liebliche Weine sind milde, nicht zu säurereiche Weine mit harmonischer Süße.

Mild

Für Sekt und Schaumwein gleichbedeutend mit doux, sweet, dolce; bezeichnet einen Schaumwein mit einem Restzuckergehalt von mehr als 50 g/l. „Mild“ ist keine offizielle Geschmacksbezeichnung für Wein.

Sans Dosage

Schaumwein kein liqueur d´expédition (Versand-Dosage) hinzugefügt

Secco

Italienische Bezeichnung für trocken. Meist bezieht sich diese Bezeichnung auf Schaumweine. Der Begriff ist nicht ganz mit der deutschen Geschmacksangabe „trocken“ zu übersetzen, da die deutschen Weingesetze einen anderen Restzuckergehalt festlegen.

Seco

Spanische Bezeichnung für trocken.

Semi-seco

Spanische Bezeichnung für halbtrocken.

Sweet

Sweet ist die Bezeichnung für süß und wird für Sekt und Schaumwein verwendet mit einem Restzuckergehalt von mehr als 50 g/l. Die Bezeichnung ist gleichbedeutend mit mild, dolce und doux

Trocken

Weine, die geschmacklich keine erkennbare Restsüße haben. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist diese Bezeichnung nur dann zugelassen, wenn der Wein höchstens 2 g/l mehr Zucker als Säure, jedoch maximal 9 g/L Zucker enthält. Ein trockener Wein mit einem Säuregehalt von 3,5 g/L darf also höchstens einen Zuckergehalt von 5,5 g/L aufweisen. Hat ein Wein 8 g/L Säure, darf er höchstens 9 g/L Zucker aufweisen. Trockene Weine sind meist alkoholstärker, da üblicherweise der gesamte Zuckergehalt vergoren ist und durch das Vergären von Zucker Alkohol entsteht. Der Geschmackseindruck „trocken“ ist nämlich oft der Säure zuzuschreiben, die die Süße eines Weins ausgleicht.

Trocken (Diabetiker)

Mit dem Zusatz: „Für Diabetiker geeignet, nur nach Befragen des Arztes“. Hierbei handelt es sich um Weine, die geschmacklich keine erkennbare Restsüße aufweisen. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist diese Bezeichnung nur dann zugelassen, wenn der Wein maximal 12%Vol. vorhandenen Alkohol hat, höchstens 4 g/l Glukose und nicht mehr als 16 g/l Fructose hat. Ebenso darf maximal 150 g/l gesamte schwefelige Säure vorhanden sein.

Trocken/Dry/Secco(Schaumwein)

Schaumwein mit einem Gehalt an Restzucker zwischen 17 und 35 g/l.